Carnac

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Carnac liegt an der Südküste der Bretagne im Gebiet Morbihan. Carnacs Ruhm beruht in erster Linie darauf, daß sich hier die größte Menhir-Ansammlung ( Menhir = Hinkelstein) der Welt befindet. Die größte Gruppe liegt neben dem kleinen Dorf Le Ménec bei Carnac, wo ein Halbkreis von dicht beieinanderstehenden Menhiren durch die Häuser der Ortschaft halb verdeckt wird. Er wird von 70 Menhiren mit einer durchschnittlichen Höhe von 1,20 m gebildet und hat einen Durchmesser von ca. 100 m - fast klein im Vergleich zu den anschließenden gigantischen Megalithen-Straßen.

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Der größte Megalith Europas liegt in vier Teile zerbrochen am Rande der Ortschaft Locmariaquer. Der auch Märchenstein genannte Monolith war ursprünglich 20 Meter hoch. Druch ein Erdbeben in Jahre 1722 wurde er zu Fall gebracht. Heute ist es kaum vorstellbar, wie ein solcher Stein von etwa 380 Tonnen Gewicht zu damaliger Zeit abgehauen, befördert und aufgestellt wurde. Von Hügeln und anderen Megalithen aus konnte er aus einer Entfernung von bis zu 13 Kilometern als wichtiger Bezugspunkt für bedeutsame Mondauf- und -untergänge gedient haben.

 

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Der Zweck dieser riesigen Anlage könnte es gewesen sein, eine Art "megalithisches Millimeterpapier" darzustellen. Dies würde zumindest die geraden Reihen und andere regelmäßige geometrische Formen bei der Anordnung der Steine erklären. Somit wäre die Anlage von "prähistorischen Astronomen" geplant worden. Das Rätsel um diese Menhire wird sich jedoch nie ganz lösen lassen.

 

Der Dolmen von Kermario

Das am Strassenrand gelegene Ganggrab musste bei der Errichtung der Menhire von einem Cairn - einem Grabhügel aus Steinen - bedeckt gewesen sein. Diese Art Dolmen wird auf 4500 bis 4000 Jahre vorvor Chr. datiert.

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Schutzmaßnahmen:

Durch das ständige Treten der zahlreichen Besichtiger war die Erhaltung der Megalithen nicht mehr gesichert. Sie mußten also leider  umzaunt werden, damit die natürliche Pflanzendeckung sich wieder entfalten kann, was gleichzeitig dazu beiträgt, den Boden zu befestigen und der Entwurzelung der Menhire vorzubeugen.

 

Karte: