Cumae

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Vorchristliche Tempelruinen bei der Bucht von Neapel markieren die Stelle, wo eine geheimnisvole Frau ihre Orakel verkündete. Die Ruinen von Cumae, der ältesten griechischen Siedlung auf dem italienischen Festland, liegen etwa 20 Kilometer nordwestlich von Neapel.

 

Die Legende weiß von einer Seherin namens Sibylle zu berichten, die in Marpessus bei Troja wirkte, ihre Orakel in Rätselform verkündete und sie auf Pflanzenblätter niederschrieb. Ob es tatsächlich eine Person gegeben hat, die den Namen Sibylle von Cumae trug, ist ungewiß, immerhin galt ihr Grab im Apollo-Tempel zur Zeit der alten Römer als große Sehenswürdigkeit. In der Antike wurde der Name Sibylle auch auf andere Orakel angewand.

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Der Zugang zur Grotte von Cumae erfolgt über einen 107 m langen Stollen, von dem in regelmäßigen Abständen 12 kleinere Steinarme abzweigen, und in Lichtschächten enden. Der Hauptgang führt in ein Vestibül mit einem Paar in den Fels gehauene Steinbänke, dahinter liegt ein Kammergewölbe.Vermutlich warteten die Ratsuchenden auf den Steinbänken darauf, die Sibylle zu konsultieren. Bei Tageslicht erwecken die abechselnden Licht- und Schattenzonen des Ganges den Eindruck, daß eine aus dem Heiligtum kommende Person immer wieder für kurze Zeit verschwindet. Dies könnte eine Art "Trickwirkung" für die Besucher gehabt haben.

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("Wartenieschen")