Biddy Early´s Cottage
- das Hexenhaus -

> ich hab leider kein Foto davon <
| Dieses Reiseziel ist äußerst ungewöhnlich und wohl
kaum ein Irlandtourist verirrt sich wohl drothin. Vielleicht hat dieser
Ort gerade desshalb seine magische Ausstrahlung behalten. Die halb verfallene Hütte steht im westlichen Irland etwa auf der Höhe von Dublin nahe Killaloe. Das Cottage liegt abseits des Ortes in der nähe des Sees. Man sieht schon von weiten dass es wohl schon lange nicht mehr bewohnt ist. Der graue Bruchstein ist dicht mit Efeu überwuchert und die Fenster sind mit Latten vernagelt. Die alte Holztür ist nur leicht durch einen Eisenhaken gesichert. Drinnen beherrscht Chaos den ganzen Raum und hinterlässt den Eindruck als wäre er überstürzt zurückgelassen worden. In der Mitte steht ein grobholziger Tisch mit einem umgestürzten Hocker daneben. Überall aufgeschlagene Emailschüsseln, eine Kiste voller Trofstücke und die unterschiedlichsten Werkzeuge liegen kreuz und quer verstreut. Und das alles ist mit einer dicken Schicht aus ockerfarbenen Staub bedeckt. An der Stirnseite befindet sich ein etwas überdimensionaler Kamin, der die Hütte sicherlich einstmals recht gemühtlich wirken lies. In einem kleinen Wandschrank liegen Eisenringe, Glasscherben und die verbleichten Fetzen eines Buches. Doch, wer war eigentlich die Frau die sich einstmals so abseits des Ortes niederlies? Eine Grenzgängerin, Hexe, Seherin oder Weise? Für den Priester des kleinen Ortes Feakle stand sie mit dem Teufel im Bunde. Allen kirchlichen Drohungen zum Trotz hielt die Drofbewohner nichts davon ab zu Biddy zu gehn, wenn die Kuh kalbte, das Kind Fieber hatte oder aber wenn ein Blick in die Zukunft notwendig schien. Biddy Early wurde 1798 geboren und es ranken sich viele Legenden um sie. Wenn sie die Zukunft vorhersagte, dann tat sie das mit einer tiefblauen Flasche und wenn sie etwas von ihrer selbstgemachten Medizin den Leuten gab, dann in kleinen dunklen Fläschen, die sie nach dem Gebrauch vergraben sollten. Allerdings nahm sie niemals Geld für das alles, sie nahm lediglich Geschenke wie Brot oder Poitin (selbstgebrannter irischer Whisky). Ich bitte jeden der sich drothin begibt nichts zu zerstören und
auch nichts mitzunehmen, denn wo findet man heutzutage sonst noch ein Hexenhaus? Wegbeschreibung:
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